Verhütung im Urlaub
Urlaub geht oft mit warmen Temperaturen und Zeitverschiebungen einher. Was bedeutet das für die Verhütung?
Veränderter Rhytmus
Wer verreist, hat oft einen anderen Tagesablauf als zu Hause. Längere Abende und Schlafmangel durch Flüge oder Zeitverschiebung bringen den gewohnten Rhythmus durcheinander. Auch die Ernährung ändert sich häufig durch landestypische Gerichte. Und nicht wenige fahren zum Urlaub in den Süden, wo höhere Temperaturen herrschen als in der Heimat.
Verhütung planen
Durch diese Veränderungen kann die Verhütung komplizierter werden – vor allem bei der Pille. Das hat unterschiedliche Gründe:
- Andere Einnahmezeiten: Vor allem bei größerer Zeitverschiebung und anderen Tagesabläufen muss die Einnahmezeit der Pille angepasst werden. Frauen sollten daher vorher der Reise prüfen, welche Einnahmeabstände bei ihrer jeweiligen Pille erlaubt sind. Diese Information stehen in der Packungsbeilage. Ein neuer Einnahmeplan hilft, die veränderten Zeiten auch einzuhalten.
- Ernährung: Nicht immer kommt der Körper mit den ungewohnten Nahrungsmitteln klar. Wer mit der Pille verhütet, muss bei Durchfall und Erbrechen aufpassen. Denn die Pille kann dadurch die Wirkung verlieren. Das gilt vor allem bei Durchfall, der länger anhält – oder wenn wenige Stunden nach der Einnahme der Pille erbrochen wurde.
- Lagerung: Bei Hitze über 30 Grad oder durch direkte Sonnenstrahlung können Pillen und auch Kondome ihre Wirkung verlieren. Diese Temperaturen sind vor allem im Auto schnell erreicht. Pille und Kondom sollte daher nicht länger als unbedingt notwendig im Auto aufbewahrt werden, sondern am besten an einem kühleren, lichtgeschützten Ort. Für Kondome gilt zusätzlich, dass diese vor Beschädigungen geschützt werden müssen.
Basaltemperatur verändert
Auch bei natürlichen Verhütungsmethoden wie der symptothermalen Methode gibt es im Urlaub einiges zu beachten. Neben veränderten Messzeiten beeinflussen weitere Faktoren die Messung und Auswertung. So kann sich die Basaltemperatur durch kurzen oder gestörten Schlaf ändern, aber auch durch Alkoholkonsum, Stress oder Klimawechsel. Wenn sich das fruchtbare Zeitfenster nicht mehr richtig bestimmen lässt, sollten Frauen ohne Kinderwunsch zusätzlich mit anderen Methoden wie einem Kondom verhüten.
Quelle: Frauenärzte im Netz
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